Der Verwaltungsleiter Herr Halbe macht Druck im Gebiet Habichtscheidt

von Administrator (Kommentare: 0)

Ein Kommentar von Andreas Lippes

Rat stimmt Beschluß zur Windkraft zu

 

…und wie zu erwarten war, mit absoluter Mehrheit. Als selbsternannte Klimakommune sogar nachvollziehbar. Wahrscheinlich wäre die Abstimmung jedoch genau entgegengesetzt gelaufen, wenn die Bebauungspläne in Gebieten in Sichtweite der Schmallenberger und Bad Fredeburger gelegen hätten. So wurde von der Mehrheit der Ratsmitglieder eigentlich nur Hilfe zur Selbsthilfe betrieben oder anders gesagt: Energiewende ja, aber bitte dort, wo ich nichts mitbekomme nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn. Hr. Poggel bestätigt dieses Argument, indem er sagt: ,,Wir wollen, dass es jetzt voran geht.“, denn ein Abwarten auf den endgültigen Regionalplan hätte ja eventuell auch ergeben können, dass unmittelbar um Schmallenberg ebenfalls Gebiete bebaut werden müssen oder die Flächen hinter dem Rimberg nicht bebaut werden dürften oder wie in ersten Windgutachten bestätigt, nicht windhöffig genug sind und damit wirtschaftlich unrentabel.

Die durch die Stadt geschaffene Entscheidungsgrundlage dieses Beschlusses ist mehr als fragwürdig. Das Thema wurde jedoch erst vor wenigen Wochen in einem Leserbrief geäußert, daher möchte ich nicht erneut darauf eingehen.

So sagte dann ein Ratsmitglied, dass die paar Windräder auf Schmallenberger Stadtgebiet doch gar nicht schlimm seien. Er hat sich wahrscheinlich ebenso wenig wie viele andere Ratsmitglieder wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt. Dass sich diese paar Windräder oder eigentlich riesigen Industrieanlagen mitten in einer Konzentrationszone befinden, wo leider andere Kommunen ebenfalls planen und diese sich zudem mitten im Wald auf den Höhen unserer schönen sauerländischen Gebirgslandschaft befinden, interessiert ihn scheinbar nicht. Vielleicht hat er sich aber auch noch nie so eine 200m Anlage aus der Nähe angesehen….

 

Auch Hr. Bette macht es sich recht einfach mit seinem Argument: Die Bauleitplanung sei das einzige Medium, dass der Stadtrat beeinflussen kann. Für ihn als Bewohner der Stadt Schmallenberg mag das Argument logisch sein, fair und demokratisch wäre es jedoch gewesen, zuerst den Bebauungsplan für die bereits existierenden (rechtssicheren) Gebiete bei Ebbinghof und Heiminghausen voran zu treiben…! Die Aussage als solches mag ja stimmen, bei anderen Themen wird jedoch jedes Detail sowie die Auswirkungen vor der Entscheidung ewig lang durchgekaut. Riesige Industrieanlagen, die massive Auswirkungen auf Land und Leute haben, werden jedoch mal eben in Scheuklappen-Manier durchgewunken. Ein Armutszeugnis vieler unserer ,,gebildeten“ Ratsmitglieder.

Selbst unser heimisches CDU Ratsmitglied Herr Willi Ewers stimmt dem Beschluß zu und die 2 Ratsleute, Herr Schirrey und Frau Ochsenfeld aus Bödefeld enthalten sich, obwohl 95% der betroffenen Bürger sich dagegen ausgesprochen haben.

 

Es erhärtet sich der Verdacht, dass eine wesentliche Entscheidungsgrundlage durch die Stadt absichtlich beeinflusst wurde, indem fälschlicherweise gesagt wurde, die bereits vorhandenen Flächen seien nicht ausreichen und wären rechtlich angreifbar und dadurch könnte Wildwuchs entstehen. Hr. Halbe selbst sagte in der Ratssitzung, dass dieses Risiko eher gering sei…!!! Eine Bebauung der Flächen ,,hinter dem Rimberg‘‘ ist rechtlich allein schon aus Natur- und Artenschutzgründen wackelig und bringt für Stadt und Kreis ein viel größeres Risiko mit sich.

 

Hr. Halbe begrüßte dann auch das Angebot eines Investors, eine Informationsveranstaltung für den Bürgerwindpark Bracht Knüppelhagen durchzuführen. Schade, dass Hr. Halbe Veranstaltungen der Bedenkenträger und betroffenen Bürger meist leider nicht und wenn nur in absoluter Zeitnot besucht hat (dabei schaute er dann noch immer auf sein Smartphone, andere Dinge waren wohl wichtiger…) Meine Kollegen und ich, des Naturschutzvereins Schmallenberg, freuen uns auch schon sehr darauf…zu erfahren was Hr. Halbe im Vorfeld mit den Investoren zu besprechen hatte…!

Und ein Anliegen noch an  Hr. Meyer (Grüne): Laufen Sie doch bitte nicht immer der Argumentation von Hr. Remmel nach, seien Sie doch bitte einmal wirklich grün und setzen sich auch mal für den nicht rein profitgesteuerten Naturschutz ein.

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