Kann eine dezentrale Energieversorgung „Monstertrassen“ verhindern?

Mit jedem weiteren Windrad oder PV-Anlage wird unsere Netzstabilität gefährdet, wodurch das Risiko von Stromausfällen (Blackouts) steigt. Eine störungs- und schwankungsfreie Stromversorgung ist für einen hochtechnisierten Wirtschaftsstandort mit komplexen Produktionsanlagen wie z.B. in Bayern existentiell und sichert unser gesellschaftliches Leben. Die gesamte öffentliche Infrastruktur (Krankenhäuser, Verkehr, usw.) ist davon abhängig.
Für eine dezentrale Stromversorgung sind unsere Netze nicht ausgelegt. Deshalb müssen die Stromnetze auf allen Ebenen (Nieder-, Mittel- und Hochspannung) aufgerüstet bzw. zum Teil komplett neu geschaffen werden. Das fängt an bei den Leitungen von den einzelnen Windkraft- und PV-Anlagen zu den Einspeisepunkten und Umspannwerken und geht bis zu den neuen Stromtrassen.
Einerseits ist durch das geplante Abschalten der Atomkraftwerke die Versorgungssicherheit in Süddeutschland nicht mehr gewährleistet. Andererseits haben wir in Spitzenzeiten eine Überproduktion von Windstrom im Norden. Dieser „Strommüll“ (Strom zur falschen Zeit, am falschen Ort) soll über einen Trassenneubau in den Süden geleitet werden. Da die Überproduktion aber nur an wenigen Tagen im Jahr stattfindet, dient die Trasse auch dem Transport des normalen grundlastfähigen Strommixes.
Die Kosten für den Um- und Neubau der Netze müssen die Verbraucher natürlich zahlen.
Die Stromtrassen gehören zur Energiewende. Lehnt man die Trassen ab, muss man auch die unzuverlässig stromproduzierenden Windräder und PV-Anlagen ablehnen.
Eine sichere Stromversorgung und Vermeidung von Stromtrassen ist nur durch den Ausbau und Erhalt konventioneller Kraftwerke möglich. Strom für die Industrieregionen kann nicht dezentral auf dem Land erzeugt werden.

Zuletzt aktualisiert am 5. August 2016 von Administrator.

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